Homöopathie bei Heuschnupfen

Homöopathie Berlin Kinder Heuschnupfen

Heuschnupfen kann Alternativmedizinisch behandelt werden

 

Die Heuschnupfenbehandlung nimmt in der klassisch-homöopathischen Praxis einen großen Stellenwert ein.

 

Da sich auch in schulmedizinischen Studien ein deutlicher Effekt auf die Heuschnupfensymptomatik zeigt, wird die Homöopathie auch von Ärzten empfohlen und als Alternative zu Antihistaminika angewendet. So gibt es Komplexmittel vom Apotheker oder Arzt, aber auch klassisch homöopathisch individuell verordnete Medikamente wie Allium cepa, Arsenicum album oder Nux vomica.

 

Die Überreaktion des Immunsystems kann ebnso mit Nahrungsmittel- oder Glutendiät sowie einer Darmsymbioselenkung behandelt werden.

Die Immunabwehr reagiert übermäßig

Beim Heuschnupfen kommt es durch eine Überempfindlichkeit der Schleimhäute beim Kontakt mit Allergenen zu einer entzündlichen Reaktion. Verschieden Pollen zählen zu den Hauptauslösern.

 

Heuschnupfen gehört zu einer der häufigsten chronischen Erkrankungen in Europa. Das Erst-Erkrankungsalter verschiebt sich immer weiter. So erkranken in der Regel schon Kinder an Heuschnupfen, doch auch zunehmend bekommen Betroffene mit 20 bis 50 Jahren die ersten Symptome.

 

2/3 aller Heuschnupfenpatienten haben zusätzlich noch andere allergische Atemwegssymptome. (Asthma, Ekzeme, Nahrungsmittelallergien, Urtikaria) oder bilden im Laufe der Jahre weitere Allergien, oder Autoimmunprozesse aus.

 

Dabei ist meist die Lebensqualität eingeschränkt. Die Symptome haben deutliche Auswirkungen auf den Alltag. Fast 90% der Patienten nehmen zur Symptomlinderung Medikamente. Die Kosten für unser Gesundheitssystem betragen jährlich über 5 Milliarden Euro.

 

Klinische Symptome des Heuschnupfen sind:

  • Niesen
  • Juckreiz
  • Absonderungen aus der Nase
  • tränendende Augen
  • Husten, Schnupfen, Atemnot
  • Halsschmerzen, Hals- und Gaumenjucken, Ohrenjucken
  • Anschwellung des Gesichtes, oder einzelner Teile (Lider, Lippen....)
  • Schlafstörung, Müdigkeit, Schwäche

zusätzlich können hinzu kommen:

  • Nesselsucht, Urtikaria
  • Neurodermitis
  • Nahrungsmittalallergien, mit Magen- Darmstörungen ....

Homöopathie und die Behandlung von Heuschnupfen

Zuerst kann jeder selbst versuchen ein passendes homöopathisches Arzneimittel für seine Heuschnupfenbehandlung zu finden. Sollte dies jedoch keine Besserung bringen, ist von weiteren Tests abzuraten. Hier sollte dann eine Fachkraft weiter helfen.

 

Um ein passendes Homöopathikum zu finden, müssen die Sympptome bekannt sein, oder über mind. 5 Tage beobachtet werden. Dabei ist Augenmerk auf den Hauptangriffspunkt der Erkrankung zu lenken. Wo manifestiert sich das Krankheitsgeschehen? Sind mehr die Augen, mehr die Nase, mehr der Mund-/Rachenbereich betroffen? Wie fühlen sich die Beschwerden an? Ist es brennend, juckend, stechend oder beißend? Wann treten die Beschwerden auf? morgen, mittags, abends, im Frühling, im Herbst, bei feuchtem Klima, bei Sonnenschein? Wie sind die Sekrete genau? zB. wässrig, oder dick? Welche Begleiterscheiningen gibt es während der Heuschnupfenperiode? Ist dem Betroffenen dann immer besonders heiß, oder hat er zusätzlich besonders Durst?  (Tritt jedoch auch Asthma auf, ist von einer Selbstmedikation abzusehen) Oder ist der Betroffene während seines Heuschnupfens besonders gereizt oder weinerlicher als sonst?

 

Homöopathische Arzneien bei Heuschnupfen

Mittel Beschreibung
 Allium Cepa  Fließschnupfen mit Stirnkopfschmerzen und vielem Niesen, die Oberlippe ist wund vom Schnupfen.
Arsenicum album va. Nase, Augen Bronchien sind betroffen. Die Absonderungen sind brennend und wundmachend. Zusätzlich haben die Patienten oft Durst und sind Ruhelos, ängstlich.
Arum Triphillum wirkt besonders bei Schleimhautreizungen mit viel Schleim, der Heiserkeit oder eine raue Stimme verursacht.

 

Bromium wirkt bei Heuschnupfen mit Husten. Die Sekrete sind wundmachend. Es gibt wechselnde Beschwerden (Seitenwechsel, Stockschnupfen mit Fließschnupfen).
Dulcamara wirkt besonders, wenn der Heuschnupfen bei feuchtkaltem Wetter auftritt. Oft in Verbindung mit Nesselsucht.

 

Euphrasia legt sich besonders auf die Augen und Nase, welche reichlich Tränen.
Galphimia glauca: Hauptschwerpunkt dieser Arznei ist der Juckreiz. Insgesamt besonders geeingnet für Patienten, die besonders Antriebslos sind.
Lachesis besonders für Frühlingsverschlimmerung, Symptome links schlimmer als rechts. Oft einhergehend mit Engegefühlen.
Luffa ist besonders geeignet für trocknen Schnupfen.
Natrium chloratum wird benutzt bei Fließschnupfen und wiederkehrendem Herpes. Meist empfindliche Personen.
Nux-vomica wird bei reizbaren, überempfindlichen Personen angewendet, die tagsüber Fließschnupfen und Nachts unter Stockschnupfen leiden.
Pulsatilla hat milde Sekretionen, die in Räumen schlechter sind, als im Freien. Personen meist von mildem Wesen.
Sabadilla besonders, wenn die Patienten viel und heftig niesen müssen.
Silicea wendet man bei Nasennebenhöhlenbeteiligung an.
Wyethia kommt zum Einsatz, wenn der Gaumen- und Rachenbereich, bis in die Ohren hinein stark juckt.

Hinweis: Benutzen Sie diese Hinweise niemals als alleinige Grundlage für Ihre Entscheidungen. In allen fraglichen Situationen sollten Sie einen Arzt, oder Therapeuten zu Rate ziehen oder den Notarzt rufen.

Anwendung: Einmalig 1 Glob. C30 pur zum lutschen in den Mund nehmen. Dann 1Glob. aufgelöst in einem Glas Wasser, daraus einige Schlucke. Insgesamt sollte die homöopathische Arznei nicht länger als 2-3 Tage eingenommen werden, wenn sich keine Besserung einstellt.