Sommer 2015 - wenig Mücken, dafür Wespenplage

Bei Sommertemperaturen in Berlin im Biergarten oder Park sitzen

.... bei dieser Sommerhitze gibt es nichts Köstlicheres, als mit Saft, Bier oder Cocktail im Biergarten, draußen vorm Café, im Park oder im Schatten abzuhängen und eine sommerliche Erfrischung zu genießen. Doch es dauert nicht lange, dann kommen die Wespen, erst eine, dann noch eine und eh man es sich versieht muss man genervt sein aufgeschlagenes Lager verlassen, die Köstlichkeiten verstecken oder dass für Wespen begehrte Gut in einen geschlossenen Raum bringen. Auch bei Kindern zählen die kleinen Plagegeister als Spaßverderber. Nach wenigen Sekunden Eisessen sind die Wespen da und wollen auch etwas abhaben.

 


Wespenplage?

Derzeit gibt es heiße Diskussionen: "Gefühlt sind es in diesem Jahr besonders viele Wespen".... "Hier in Berlin soll es ja noch halbwegs gehen", hört man dagegen aus dem Westen Deutschlands.

 

Grund hierfür ist die Wespenhochsaison in jedem Hoch- und Spätsommer. Manchen Nester sind inzwischen bis zu einer Größe mit 4.000 Tieren angewachsen.  Die Arbeiterinnen pflegen die Brut für das nächste Jahr. Sie strömen in der Nähe ihres Nestes aus und suchen nach allem, was verwertbar ist, damit einige wenige Tiere zu neuen Könnigen und Drohnen heranwachsen und damit im nächsten Jahr ein neues Wespenvolk begründen können. Sobald es in Deutschland kalt wird sterben die emsigen Arbeiterinnen des Hochsommers.

 

Doch bis dahin macht der gemeinen Wespe weder Hitze noch fehlender Regen etwas aus. (Im Gegensatz zur Mücke)  Ganz im Gegenteil. Die derzeit herrschenden Bedingungen sind für die Wespen besonders ideal. Zudem war der Frühling und der Winter zu mild und zu trocken, so dass die Brut des letzten Jahres sehr gut gedeihen und überleben konnte (Quelle: NABU Julian Heiermann)

 

Laut Ruppinker Klinik ist in diesem Jahr ein Anstieg der Wespenstiche um 10% zu verzeichnen. Außerdem gibt es deutlich mehr allergische Reaktionen, als in den vergangenen Jahren. (Quelle: http://www.svz.de/bb-uebersicht/panorama_bb/wespenplage-in-brandenburg-id10398331.html)

Lesen Sie hier einen Artikel zur homöopathischen Behandlung von Stichen.


was Sie tun können, um Keine Wespen anzulocken

Viele Insekten reagieren auf Duftstoffe bzw. Gerüche. Vor allem Wespen mögen es süß. Daher sind feminine Parfüms (zB. Melone) im Sommer nicht zum Auftragen geeignet.

 

Getränke und Essen offen stehen zu lassen besitzt ebenfalls eine unausweichliche Anziehungskraft für die Tiere. Abdeckungen für Becher, Gläser sowie Dosen fürs Essen sind daher ratsam. Mit Nahrung beschmutzte Hände oder der vollgeschmierte Eismund bei Kindern, sollten schnellstmöglich abgewischt werden.


Wenn Sie den Wespen hingegen in einiger Entfernung ihres eigenen Tisches einen Extrateller mit überreifem Obst anbieten, kann es sein, dass diese sich ablenken lassen und lieber dort ihr Mahl zu sich nehmen.


Es gibt im Netz einige Tricks zur Wespenabwehr (aufgeschnittene Zitrone und Nelke zB.) Doch diese sollen angeblich nicht viel nutzen. Nur den Geruch des Basilikums finden Wespen wohl so widerlich, dass ein Topf dieses Gewürzes auf dem Tisch die Tiere vertreiben könnte. (Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung Eva Goris) 

 

Wespen mögen bunte oder helle (zB. gelbe) Bekleidung. Farben sind für Wespen ebenso ein Locksignal wie starke Kontraste in der Kleidung. Hier also im Kleiderschrank nach einem Anti-Wespenoutfit suchen.


Außerdem befinden sich in der Nähe von Mülleimern mehr Wespen, wie auch in der Nähe von den Wespennestern selbst. Daher sollte man sein Lager hier eher nicht aufschlagen.

 

Wenn Wespen stechen oder Sterben

Sind die Tiere durch all diese Maßnahmen nicht willig uns unser Brot allein zu überlassen, ruft das bei manchen Aggressionen mit wilder Fuchtelei und andere drastische Abwehrmaßnahmen hervor. Selbst das noch harmlose Anpusten mögen die Hautflügler nicht. Damit verschlimmert sich das Problem noch mehr, denn die Tiere werden angriffslustiger und stechwilliger.

 

Und wenn man denkt, durch radikales totschlagen oder anderweitige Vernichtungsversuche könne man sich der Tiere entledigen, dann ist das ein Irrtum. Im Gegenteil. Durch den Sterbeprozess werden für uns Menschen nicht wahrnehmbar Hormone freigesetzt. Diese Pheromone rufen weitere Artgenossinnen in erhöhter Alarmbereitschaft hervor. (abgesehen von den ethischen Gründen)

 


Diese Themen könnten Sie auch interessieren: