Aloe ein Helfer bei Sonnenbrand, Insektenstich und Durchfall

Aloe Homöopathie Berlin Heike Dahl

 

Die Aloe ist eine weit bekannte Heilpflanze und wurde schon 3000 v.Chr. in Afrika als Heilmittel verwendet. In Deutschland ist dieses Liliengewächs vor allem für ihre hautpflegenden Eigenschaften bekannt. Doch die Aloe kann noch viel mehr. In der Homöopathie wird diese fleischische Pflanze vor allem bei Magen- und Darmstörungen, Durchfall und Verstopfung eingesetzt.

Aloe bei Sonnenbrand, Insektenstichen

Äußerliche Anwendung:

 

Aloe bei Sonnenbrand:


Mit dem frischen Saft der Aloe (alternativ ein gutes Erzeugnis aus der Apotheke) wird die betroffene Hautstelle am ersten Tag wiederholt vorsichtig eingerieben. Die Aloe kühlt und entspannt die Haut. Die Verbrennung soll schneller abheilen.

 

Aloe bei leichten, bis mittelgradigen Verbrennungen:


Hat man sich verbrannt oder will eine Wunde nicht heilen, so schneidet man ein Blatt ab, quetscht den frischen Saft heraus und verteilt diesen auf der Wunde. Das Blatt längs aufgeschnitten und über Nacht auf die Wunde gelegt (mit einer Binde gehalten) hilft bei Schmerzen und Brennen.

 

Aloe bei Insektenstich (Biene, Wespe, Mücke, Bremse): Wird sofort ein wenig Aloesaft auf die Stelle gestrichen, (dieser muss mind. 10 Min auf der Stelle bleiben) hören Schmerzen und Juckreiz auf.


weitere Anwendungsgebiete: (1)

 

Früher wurde den Kindern die Fingerkuppen mit Aloe bestrichen, um ihnen durch den bitteren Geschmack das Nägelkauen oder Daumenlutschen abzugewöhnen. Hildegard von Bingen und Paracelsus benutzten diese Pflanze für Auflagen zum Ausziehen von Eiter und Abszessen aus der Haut. Äußerlich kann die Aloe als Pulver auch für Mundspülungen (Aphten, Geschwüre) und für andere Geschwüre der Haut benutzt werden.

 

Als Pulver oder frischen Saft auf  Wunden aufgebracht sollen keine Narben entstehen. Auf Narben aufgebracht sollen diese weicher und kleiner werden.

 

Aloepulver kann bei Haarausfall helfen.

 

Innerliche Anwendung:

 

Aloe gilt als starkes Tonikum, welches besonders anregend auf die Dickdarmschleimhaut wirkt. So wird es manchmal bei Verstopfung (Obstipation) ebenso aber auch bei Durchfällen angewendet.

 

Aloe ist jedoch nicht ungefährlich. Vor vielen Jahren suchte mich eine Mutter mit ihrer Tochter auf.  Das damls 3- jährige Mädchen litt seit einigen Tagen unter Durchfall und Bauchschmerzen. Nach gründlicher Befragung und Untersuchung kam ich zu dem Ergebnis, dass dieses Kind Aloe als homöopathische Arznei einnehmen sollte. Ich teilte der Mutter mit, sie solle sich dieses Mittel aus der Apotheke besorgen. Da machte diese ein wirklich erstauntes Gesicht. Sie meinte, dass wäre ja witzig! Aloesaft nehmen Mutter und Kind schon seit zwei Wochen täglich, zum Aufbau der Darmschleimhaut nach Antibiotikumgabe ein. (hatte die Mutter irgendwo gelesen). Ich riet der Mutter, den Saft nicht mehr einzunehmen und nicht mehr zu geben. Die Beschwerden verschwanden nach wenigen Tagen, ohne dass ein Homöopathikum eingenommen werden musste.


Aloe in der homöopathischen Medizin

Aloe kann homöopathisch bei allen Darmentzündungen mit passenden Symptomen eingesetzt werden, wenn diese vor allem im Dickdarm und Rektum lokalisiert sind.  Daher zählt Aloe auch als homöopathisches Heilmittel bei Colitis ulcerosa oder Morbus crohn. Auch bei anderen entzündeten Schleimhäuten und Hämorrhoiden kann Aloe homöopathisch helfen.

 

Schwerwiegende chronische Erkrankungen sollten immer von einen erfahrenen Therapeuten bzw. Arzt behandelt werden. (zB. Colitis ulcerosa und Morbus crohn)

 

Fazit:

Die Aloe besitzt eine große Heilwirkung auf alle Schleimhäuten. Ebenso kann sie jedoch auch Beschwerden verursachen. Dazu gehören unter anderem Darmentzündungen, Koliken und schweren Darmschäden. Die tödliche Dosis wird mit 8g angegeben.

 

Frei verkäufliche Präperate zur inneren Anwendung, sollten nie über längere Zeit eingenommen werden. Wenn sich Beschwerden einstellen, muss die Einnahme gestoppt und ein Arzt oder Therapeut zu Rate gezogen werden.

 

Quelle: (1) Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938, Dr. Med. Gerhard Madaus


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