* Pseudokrupp Schreck in der Nacht *

Pseudokrupp- bellender Husten versetzt Eltern und Kinder in Angst

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Pseudo- Krupp Homöopathie

Als Pseudo-Krupp wird ein Husten bezeichnet, der durch eine Entzündung der oberen Atemwege, der Luftröhre und des Kehlkopfes verursacht wird. Diese Erkrankung tritt besonders bei Kleinkindern, vor allem im Frühling und im Herbst auf. Der oft hohle, bellende Husten versetzt Eltern und Kinder in helle Aufruhr. Homöopathisch kann Kindern, die an Pseudo-Krupp Husten leiden, geholfen werden. ...

Allgemeines zum Thema Pseudokrupp

Pseudokrupp tritt oft im Herbst (vor allem im Oktober) oder Winter auf. Besonders wenn es draußen nasskalt ist, kommt es zu nächtlichen Anfällen.

 

Die Kinder schrecken hoch und husten trocken, bellend. Schwere Anfälle werden von schwieriger Einatmung begleitet. Dabei bekommen die Kinder schlecht Luft und reagieren ängstlich oder panisch. Auch Eltern bekommen natürlich Angst, ihr Kind könne ersticken. Tritt ein Pseudo - Krupp Husten nicht zum ersten Mal auf, haben die Eltern meist schulmedizinische Medikamente für den Notfall erhalten. (rektales Cortison) Nur in seltenen Fällen ist Psuedokrupp jedoch lebensbedrohlich.

 

Im Falle eines Pseudokrupp Anfalls sollten die Eltern selbst ruhig bleiben und versuchen ihr Kind zu beruhigen. Dabei zusammen mit dem Kind ruhig ein- und ausatmen. Nehmen Sie ihr Kind auf den Arm und gehen zum geöffneten Fenster oder auf den Balkon. Auch hohe Luftfeuchtigkeit kann helfen, dass wieder besser Luft in die geschwollenen Atemwege gelangt.  Dazu lassen sie die Brause der Dusche voll aufgedreht laufen.

 

Pseudokrupp wird durch Viren (aber auch Bakterien werden diskutiert) ausgelöst und kann durch schlechte Luft, Rauchen im Elternhaus, und nasskalte Witterung verschlechtert werden.


Homöopathie bei Pseudokrupp

Folgende homöopathische Arzneien können eingesetzt werden. Tritt allerdings innerhalb von 5 Minuten keine Besserung ein, ringt ihr Kind trotz homöopathischer Arzneien und aller oben genannten Maßnahmen immer noch um Luft, muss der Notarzt gerufen werden. 

 

Aconitum napellus (Eisenhut)

Vor allem, wenn das Kind im ersten Schlaf hochschrickt und dabei panisch schreit, aus Angst zu ersticken. Der Husten klingt hohl, trocken und scheint schmerzhaft zu sein. Manche Kinder greifen sich angstvoll an die Kehle. Treten die Anfälle nach Mitternacht auf hilft Acon seltener.

 

Arsenicum album (Arsen)

Arsen wird eingesetzt, wenn die Anfälle vor allem zwischen Mitternacht und 2 Uhr Nachts auftreten. Dabei klagen die Kinder unter brennende Schmerzen im Kehlkopf-, Luftröhren und Brustbereich. Auch diese Kinder haben Angst zu ersticken. Die Kinder sind oft ruhelos und wollen nicht liegen bleiben. Die Eltern sollen nicht weggehen. Oft frieren die Kinder und verlangen nach warmen Tee.

 

Bromum (Brom- Halogen)

Das homöopathische Brom wird angewendet, wenn die Kruppanfälle in überhitzten Zimmern auftreten. Dabei ist die Stimme der Kinder evtl schwach, der Husten sägend und rasselnd, denn oft liegt auf den oberen Luftwegen eine Art Schleim. Dieser Schleim kann als erstickend empfunden werden. Dabei husten die Kinder bei jeder Einatmung.

 

Hepar sulfuris (Kalkschwefel)

Dieses homöopathische Mittel wird angewendet, wenn die Kruppanfälle nach einem Aufenthalt im kalten, trocknen Wind auftreten, oder wenn es draußen sehr kalt ist.

Die Kinder sind hochgradig Berührungs-  und Kälteempfindlich, so dass sie sich unbedingt dick einkuscheln wollen. Der Husten klingt erstickend, würgend und rauh. Oft gibt es zusätzlich das Gefühl eines Splitters oder Gräte im Hals. Die Kinder können gereizt, ärgerlich oder jähzornig sein. 

 

Jod (das Halogen)

Jod gehört zu den warmen homöopathischen Arzneien. Die Kruppanfälle erscheinen besonders bei warm-feuchten Wetterlagen, im Sommer oder in der Zimmerwärme. Charakteristisch ist ein Engegefühl im Halsbereich. Die Kinder halten sich den Hals. Wärme wird nicht vertragen, die Kinder verlangen kalte Getränke und nach frischer Luft.

 

Lachesis (das Gift der Buschmeisterschlange)

Lachesis ist das homöopathische Mittel, welches sich in eine Verschlechterung hineinschläft. Die Kinder erwachen mit Erstickungsgefühlen, Bedrohungsgefühlen und Luftnot, vor allem nach Mitternacht. Das Gesicht ist dabei meist rot gestaut, der Schlafanzug um den Hals herum wird weggerissen. Diese Kruppanfälle erscheinen eher im Frühling oder Frühsommer. Auslöser können außerdem Eifersucht oder Streitigkeiten sein.

 

Phosphorus (der Phosphor)

Kinder, denen das homöopathische Phosphorus hilft, sind leicht erregbar und ablenkbar. Diese Energieverschwendung schwächt die Kinder schnell. Intensive Gefühle und Erlebnisse können in einen nächtlichen Kruppanfall münden. Ein allgemeiner körperlicher Schwachpunkt dieser Kinder liegt bei den Atemwegen. Jede Erkältung legt sich auf die Lungen. Beim Kruppanfall fühlt sich der Kehlkopf-Halsbereich wund und roh an. Der Husten ist trocken und quälend. Die Kinder sind meist schwach aber durstig.

 

Spongia tosta (der Meerschwamm)

Die wichtigste homöopathische Krupparznei nach Aconit ist Spongia tosta. Die Kinder klagen über Atemschwierigkeiten, als ob Sie nur durch einen Schwamm Luft einziehen könnten. Dabei Klingt das Luftholen sägend. Der Husten ist hohl, schmerzhaft, "als ob der Halsbereich zerreißt". Die Anfälle treten besonders im Frühliing und im Herbst auf. Die Kinder räuspern sich häufig und verlangen nach Essen und warmen Getränken.

Homöopathische Pseudokrupp - Arzneien in der Übersicht

Die Liste der homöopathischen Arzneien ist für diesen Artikel auf wenige wesentliche Arzneien reduziert, die leicht voneinander differenziert werden können. In der homöopathischen Behandlung werden anhand der individuellen Symptome auch andere Homöopathika eingesetzt.

 

Arznei
Besser/schlechter
Klang/Schmerzen
Zeit Sonstiges
Aconit

hohl, trocken
erster Schlaf große Angst & Panik
Arsen

Wärme Bessert,

Gesellschaft bessert

brennende Schmerzen
Mitternacht bis 2h Angst und Ruhelosigkeit
Brom in überhitzen Zimmern sägend, rasselnd   Husten beim Einatmen
Hepar Verlangen nach Wärme erstickend, würgend, rauh nach Aufenthalt im Kalten. Winter Berührungs- und Kälteempfindlich, evtl. ärgerlich und reizbar.
Iod Verlangen nach Kaltem, frische Luft erstickend, Engegefühl im Hals feucht-warm, Sommer, Zimmerhitze  
Lachesis Schlechter nach Schlaf Luftnotgefühle Frühling und Frühsommer Auslöser können Eifersucht und Streit sein.
Phosphor Schlechter nach Erlebnissen Wundheit, Roh, trocken.   Schwerpunkt Lunge, schwäche bei Erkrankungen
Spongia  

Sägender

hohler  Husten, zerreißende Schmerzen.

Frühling und Herbst Hungrig

Die Einnahme der homöopathischen Arzeien

Wenn nicht anders beschrieben, können die passenden homöopathischen Globuli wie folgt eingenommen werden.

 

Drei Globuli der C30 in einem Glas Wasser auflösen. Dieses Glas schluckweise innerhalb eines Tages austrinken. Die Einnahme orientiert sich immer am Vorhandensein von Symptomen, das heißt, sind diese stark vorhanden, wiederholt man die Arznei öfter (aller 5-10 Minuten) werden die Symtome nach Einnahme besser, reduziert man die Einnahmefrequenz. (bis zu aller 3-4 Stunden).

 

Die Entscheidung, ob eine Besserung eingetreten ist oder nicht, ist für Laien manchmal schwer zu beurteilen. So kann es sein, dass nach einer Globuligabe, die Schmerzen beim Husten weniger werden, der Husten jedoch stärker. Oder der Husten nachts weg geht und dafür tags umso heftiger wird. Nicht selten steigt das Fieber auch nochmals an, was für eine Regulation des Immunsystems sprechen kann, aber auch für ein Fortschreiten der Erkrankung.

 

Für eine Beurteilung des Verlaufs ist Erfahrung und klinsches Wissen notwendig. Bei Unklarheiten ist daher immer eine fachkundige Betreuung und Beratung anzuraten.

 

Sind die Symptome weg, nimmt man keine Arznei mehr ein, auch nicht prophylaktisch, unter dem Motto -viel hilft viel- denn das ist im Falle einer homöoapthischen Behandlung nicht so.

 

Vor jeder Einnahme muss die Arzneilösung im Glas kräftig umgerührt werden.

 

Verschlechtert sich der Zustand, setzt man die Einnahmen aus und fragt einen Arzt oder Therapeuten. Verschlechtert sich der Zustand stark, oder bessert sich der Zustand nicht, muss der Notarzt gerufen, oder ein Arzt konsultiert werden.