* Homöopathie bei Akne *

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Nicht nur Frauen leiden unter Hautunreinheiten

 

aktualisierter Artikel: Juni 2016

 

Akne tritt oft durch ein Hormonungleichgewicht auf. Häufig sind die Hautentzündungen in der Pubertät zu finden, später jedoch auch bei hormonellen Umbrüchen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, oder im Menstruationszyklus. Durch ein "Therapie-Potpurri" aus gesunder Lebensweise, Nahrungsmittelkarenz, Lenkung der Darmsymbiose sowie Homöopathie gibt es Chancen Akne in den Griff zu bekommen.

Zwischen dem 12. bis zum 20. Lebensjahr ist diese Hautererkrankung vermehrt anzutreffen. Manche Menschen neigen jedoch auch noch als Erwachsene unter Akne. Bei den Erkrankten findet sich oft ein hormonelles Ungleichgewicht, vor allem der Testosteronhaushalt ist gestört.

 

Nicht nur Jungen und Männer besitzen Testosteron im Körper und so trifft die Akne auch Mädchen und Frauen.

 

Die entzündeten, zum Teil eitrigen Beulen entstellen vor allem im Gesicht das Äußere stark. Für fast alle Betroffenen stellt diese Erkrankung eine Belastung für die Psyche dar. Die jugendliche Form (Acne vulgaris) tritt sehr häufig (70-90%) bei Pubertierenden auf und kann bei den Jugendlichen tiefe innere Verzweiflung auslösen.

 

Faktor Ernährung und Lebensweise

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Alle Nahrungsmittel, die im Organismus eine hormonelle Wirkung auslösen, bzw. eine hohe allergene Belastung aufweisen, können auf das Hautbild wirken.
 
So kann durch gezielte Nahrungsmittelkontrolle zB. durch Weglassen von Schokolade, Zucker, Schweinefleisch und Milch bzw. Joghurt direkt auf die Ausbildung neuer Aknepusteln eingewirkt werden.

 

Zusätzlich muss geprüft werden, ob die zugeführten Nahrungsmittel ausreichend wieder entgiftet werden können. Jemand der häufig oder immer schlecht isst (zB. Fast Food), eventuell viel Alkohol oder Zuckergetränke konsumiert, "vergiftet" und "verschlackt" seinen Organismus. Das Immusystem ist mit der "Entgiftung" soweit überfordert, dass es zu vermehrten Eiterungen kommen kann. Durch gesunde Ernährung und das Trinken von reichlich Wasser, kann der Körper entlastet werden.

 

Drogenmißbrauch, Rauchen, zu wenig Schlaf, Streiten, oder anderer psychischer Stress sind weitere Faktoren, die das Hautbild verschlechtern und Eigenverantwortlich beeinflusst werden können.

 

Alles, was uns entstresst und ausgleicht, spiegelt sich auch im Organismus positiv wider. So können ausreichender Schlaf und Bewegung, psychische Gesundheit, weniger Streit und Leistungsdruck sowie eine gesunde Sexualität den Hormonhaushalt regulieren und günstig beeinflussen.

Stabilisierung des Darmmikrobioms

Inzwischen gibt es immer mehr Hinweise darauf, welchen Einfluss unser Darmmikrobiom in Bezug auf chronische Krankheiten und Entzündungen im Körper hat.

 

Schon durch eine 2-3malige Antibiotikaeinnahme kann es zu dieser Fehlbesiedlung des Darmes, mit fatalen Folgen kommen, denn nicht nur krankheitserregende Bakterien werden durch die Antibiotika abgetötet. Auch "gute" Bakterien, die unseren Darm besiedeln und für uns zum Beispiel die Immunarbeit leisten oder Vitamine und wichtige Spurenelemente aus der Nahrung bereitstellen, etc. Denn der Darm ist nicht nur für die Verdauung verantwortlich, hier wird fast 80% der Immunleistung des Organismus reguliert. Ist der Darm fehlbesiedelt, wird unserem Körper die Entzündungsabwehr erschwert.

 

Die Kosten einer Dysbiosebehandlung werden bisher nur von den privaten Krankenkassen übernommen. Nach genauer INformation und Einweisung entnehmen die Patienten eine Stuhlprobe und schicken diese selbstständig zum spezialisiertem Labor. Dort werden die Ergebnisse nach ca. 8 Tagen an den geschulten und ausgebildeten Therapeuten geschickt. Dieser kann dann den Befund des Labors interpretieren und eine geeignete Therapie zum Aufbau des Darmmikrobioms veranlassen. 

 

Homöopathie bei Akne

Bringen all diese Bemühungen keinen Erfolg, kann die Akne ganzheitlich behandelt werden. Eine Beruhigung und Abschwächung des Störbildes ist möglich.

 

Es gibt homöopathische Medikamente, die besonders auf den Hormonhaushalt regulierend wirken. So gelten zum Beispiel Sepia, Graphites, Aristolochia clematis und Psorinum als besonders wirksam, wenn die Akne mit Einnahme der "Pille" in der Pubertät verschwindet und sofort wieder erscheint, sobald diese abgesetzt wird. Pulsatilla wird bei Akne eingesetzt, wenn sich die hormonelle Dysfunktion zusätzlich durch starke Bauchschmerzen bei der Menstruation zeigt.

 

Die Regulierung des Hormonhaushaltes von jungen Frauen durch künstliche Hormone (zB. "Haut-Pille") (ab der Pubertät) greift leider schwerwiegend in den Hormonhaushalt der Frauen ein. Nicht nur, dass bei dieser Art der Therapie in einem fein ausgeklügeltem System manipuliert wird, manche Präparate verursachen schweren Nebenwirkungen.

 

Kalium bromatum ist für Akne geeignet, die mit der Pubertät beginnt, vor allem mit bläulich-roten Pickeln, welche das Gesicht entstellen und vernarben. Das Halogen Bromum ist oft bei Jungen angezeigt. Sie neigen zu dicken Knoten, welche eitern und sich entzünden. Das Lymphsystem wird mit Lymphknotenschwellung in Mitleidenschaft gezogen.

 

Thuja und Natrium muriaticum hilft Menschen, die Akne ausbilden, vor allem wegen fettiger, unreiner Gesichtshaut. Sie leiden meist auch unter fettigen Haaren.

 

Bei Thuja und Silicea verschlechtert das Essen von tierischen Eiweißen deutlich (Fleisch, Fett, Milch etc). Auch bei Sepia, Psorinum und Nux-vomica lösen Nahrungsmittel eine Hautbildverschlechterung aus, hier ist es allerdings eher Zucker und Schokolade.

 

Sulphur wird sehr häufig für die homöopathische Behandlung der Akne gebraucht. Hier verschlechtern Nahrungsmittel, aber auch Parfüme, Kosmetik, Shampoos, Wasser und schulmedizinische Anwendungen (Antibiotika). Das Hautbild ist eher entzündlich und gerötet, die Pickel hinterlassen meist keine Narben.

 

Bei besonders schweren Fällen von Akne können die homöopathischen Nosoden helfen. Anthracinum, Syphilinum, Carcinosinum, Tuberkulinum und andere können tiefe pathologische Gewebezerstörung aufhalten und Krankheitsverläufe abmildern.

 

Das gleich gilt für die Akne inversa, die mit einer starken Gewebszerstörung, und Fistelbildung vor allem in Achselhöhlen, Gesäßfalte und Leistengegend einhergeht. Hier kann Homöopathie helfen, Krankheitsverläufe abzumildern und die nötigen Antibiotikaeinnahme zu reduzieren.

 

Für die Behandlung von Akne ist eine umfassende Anamnese, Beratung und eine anschließende Verlaufsbeurteilung nötig. Diese sollte nicht als Laienbehandlung durchgeführt werden.

 

weitere Hilfsmittel: Bockshornklee und Effektive Mikroorganismen bei Akne

Nach Kneipp wirkt Bockshornkleesamen stabilisierend auf den Hormonhaushalt und gleichzeitig entzündungshemmend, erweichend und heilungsfördernd. Die zu Pulver verriebenen Samen werden in Form von warmen Brei ein bis zweimal täglich auf die betroffen Stellen aufgelegt. Auch innerlich angewendet wirken die Samen blutreinigend und hormonstabilisierend. So setzt man einen Teelöffel pro Tasse in kaltem Wasser an und lässt diesen Aufguss 8 Stunden stehen. Am Tag 2-3 Tassen trinken.

 

Zu Letzt noch ein Tipp von einer Betroffenen. Sie empfahl Effektive Mikroorganismen, diese sind nach Hersteller-Anleitung auf die Haut (äußerlich) gebracht sowie eine innerliche Kur mit Probiotikum (vom Therapeuten/in verordnet) anwendete. Diese sollen eine Fehlbesiedlung der Haut entgegenwirken. (ZB. fettige Haut und Kopfhaut ausgleichen, damit es weniger zu Talgdrüsenverstopfung und Kommedomen (Mitessern) kommt). 

 




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