Artemisia annua - die Heilpflanze aus Asien

Im Herbst ist Erntezeit für den einjährigen Beifuß

 

Diese bemerkenswert heilkräftige Pflanze ist eigentlich in Asien beheimatet. Hier wurde die Artemisia annua schon vor über 2000 Jahren für die traditionelle chinesische Medizin angebaut und bei Malaria und Fieberarkrankungen verordnet.

 

Heute weiß man, dass die Pflanze nicht nur eine antibiotische, sondern auch eine antivirael und antimykotische Wirkung besitzt. Die Heilkraft wurde in vielen Studien wissenschaftlich nachgewiesen.

 

Auch für den Hausgebrauch lässt sich der einjährige Beifuß gut zu Hause selbst herstellen. Denn als Tee, Tinktur und Salbe kann dieser bei etlichen Beschwerden (zB. Ekzem, Neurodermitis, Hämorrhoiden, beginnenden Infekten, Hautpilz, Wunden, Lippenherpes, etc.) eingesetzt werden und sollte in keiner Hausapotheke fehlen.

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(c) Artimisia annua HeikeDahl

Allergiegefahr Beifußgewächse

Vorweg beachten Sie bitte:  Europäer reagieren zum Teil empfindlich auf Beifußpollen oder Beifußgewächse. Daher sollten Sie vor jedem großflächigem Gebrauch, z.B. mit Tee- oder Salbenanwendungen immer erst testen, ob Sie empfindlich reagieren. Wenn ja, ist von einer Verwendung abzusehen.

 

Da der einjährige Beifuß nicht in Europa heimisch ist, wachsen diese Pflanzen hierzulande nur an den Stellen, an denen sie zu Heilzwecken angebaut werden. Dementsprechend selten werden allergische Symptome in der Natur beobachtet.

 

Gehören Sie allerdings zu der Personengruppe, die grundsätzlich im Spätsommer (Juni bis zum Herbst) allergische Symptome zeigt (z.B. eine laufende oder verstopfte Nase, Niesreiz, gereizte Augen. Die oberen Atemwege können mitreagieren, Symptome sind Husten, Atembeklemmung oder Atemnot) dann könnte es eine Reaktion auf unsere heimischen Beifußgewächse, bzw. Beifußpollen sein. In dem Fall besteht auch Gefahr, dass Sie auf die asiatische Variante, die Artemisia annua allergisch reagieren, daher ist hier besondere Vorsicht bei der Einnahme geboten.

 

Antibiotische Wirkung, selbst bei Resistenten Keimen

Die Artemisia annua ist überaus heilkräftig. Schon die traditionelle chinesische Medizin benutzte diese Pflanze vor über 2000 Jahren erfolgreich zur Behandlung von Malaria und Fieber. 2015 erhielt eine chinisische Medizinerin den Medizinnobelpreis für Ihre wissenschaftliche Forschung zur medikamentösen Nutzung dieser Heilpflanze.

 

Alle oberirdischen Teile der Pflanze beinhalten heilkräftige Wirkstoffe. Der Wirkstoff der Artemisia (v.a. das Artemisin) besitzt die Fähigkeit Zellen von Erregern aufzubrechen und diese damit unschädlich zu machen.

 

Die Artemisia kann als Tinktur, Tee, Salbe, Ölauszug oder als ätherische Essenz innerlich und äußerlich angewendet werden. Dabei besitzt der einjährige Beifuß eine sehr gute antibiotische Wirkung, selbst Helicobacter Pylori und Antibiotikaresistente Keime reagieren empfindlich.

 

Doch vor allem bei der Behandlung von Blutparasiten erntet das Artemisin Lorbeeren. So können vor allem Malaria-Erreger, aber auch Borelliose-Erreger mit Artemisia abgetötet, bzw. abgeschwächt werden und bilden hierbei eine wichtige Zusatzbehandlung zur Schulmedizin. Die Wirksamkeit gegen andere Erreger, wie z.B. die Schistosomiasis spielen hier in Deutschland aber keine Rolle.

 

Antivirale Wirkung bei Grippalen Infekten oder Infekten der Oberen Atemwege

Die Artemisia annua (sic.Artimisia) konnte in Studien auch eine antivirale (wirkt gegen Viren) vorweisen. Das ist besonders interessant, da viele grippale Infekte und Infekte der oberen Atemwege im Herbst/Winter durch Viren ausgelöst werden. Vor allem zu Beginn einer Infektion eingenommen, kann mit Benutzung der Tinktur oder Trinken des Tees die Erkrankung evtl. noch abgewendet werden. (Lesen Sie hier, wie Sie sich noch Fit für den Winter machen können.) Mehr noch, die in der Pflanze enthaltenen Polyphenole wirken entzündungshemmend. 

 

Die Verwendung der Artemisia- Salbe kann den den Ausbruch der Juckbläschen wirksam verhindern oder abmildern.

 

Selbst bei chronischen Erkrankungen z.B. mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) oder bei Hepatitis B oder C zeigt die Pflanze Wirkung. Vor allem, wenn die schulmedizinische Behandlung keinen Erfolg mehr bringt. Selbstredend gehören diese Krankheiten jedoch nicht in die Selbstmedikation und sollten immer von einer/m Fachkundigen behandelt werden.

 

Artemisia annua Kräutersalbe (C) Heike Dahl gg. Herpes Bakterien Viren
Artimisia annua Kräutersalbe

Bienenwachs-Ölsalbe Leicht Selbst gemacht!

 

Vorbereitung:

 

Die Artemisia Bienenwachs-Ölsalbe ist schnell zu Hause hergestellt und kann vielseitig eingesetzt werden: z.B. bei Lippenherpes, Fußpilz, Neurodermitis, Kopfgrind, Fissuren, Hämorrhoiden, Akne, Psoriasis, Pilzerkrankungen oder juckenden Mückenstichen.

 

Man benötigt: gutes Bienenwachs für kosmetische Zwecke, gutes natives Olivenöl und Artemisia annua Kraut (bzw.Tee) aus dem Fachhandel (getrocknet). Außerdem stellen Sie bereit: zwei unterschiedlich große Kochtöpfe, ein mittelgroßes Sieb, einen Messbecher, einen Mörser und ein dicht gewebtes Leinen-, bzw. Baumwolltuch (z.B. altes, weißes Tischtuch, bzw. Geschirrtuch). Zuletzt, zum Abfüllen, ein oder mehrere verschließbare Behälter (z.B. ein kleines Marmeladenglas oder, wie hier im Bild ein Salbentiegel, natürlich BPA-frei).

Herstellung:

 

Nun füllen Sie Wasser in den größeren Topf und bringt dies zum Kochen. In der Zwischenzeit messen Sie 100ml Olivenöl ab, füllen es in den zweiten, kleineren Topf. Diesen stellen Sie in das Wasserbad.

 

Für eine milde Salbe (zB. zur Hämorrhoidenbehandlung) zerstoßen Sie nun ca. 2 Teelöffel der getrockneten Artemisia im Mörser zu Pulver. Für eine stärkere Dosierung zB. zur Akne- und Herpesbehandlung benutzen Sie 5g Pulver (das entspricht ca. 4-6Teelöffel.) 

 

Geben Sie das Pulver in das Öl und rühren vorsichtig um. Lassen Sie das Pulver mit dem Öl zusammen im kochenden Wasserbad 1-2 Stunden ziehen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser aus dem unteren Kochtopf in den oberen Kochtopf schwappt, um das Öl nicht zu kontaminieren.

 

Nach 1-2 Stunden hat sich das Olivenöl grünlich verfärbt. Seihen Sie das Öl-Pulvergemisch durch das Leinentuch in einen Messbecher. Hilfreich ist ein Sieb auf dem Messbecher, hier kann das Leinentuch hinein gelegt werden. Wenn alles durchgelaufen ist, drücken Sie die übrig gebliebene Pulvermasse sorgfältig durch das Leinentuch aus, so dass dann nur noch fast trockene Restsubstanz übrig ist. Diese Reste können Sie jetzt wegwerfen.

 

In der Zwischenzeit lösen Sie 10-15 Gramm vom Bienenwachs im Kopftopf auf. Sinnvollerweise kocht das Wasser immer noch leicht, damit das Wachs gut schmelzen kann. Ist das Bienenwachs flüssig, geben Sie es in das noch warme Olivenöl und rühren um. Anschließend wird die gut gemischte Flüssigkeit nun in Tiegel oder Gläschen umgefüllt. Sobald die Salbe im Messbecher stockt, stellen Sie diesen nochmals in das heiße Wasserbad und schmelzen sie wieder auf, um sie weiter abfüllen zu können.

 

Natürlich gibt es online verschiedene Hersteller, die Artemisia in verschiedenen Zusammensetzungen und mit verschiedenen Salbengrundlagen anbieten. Diese Anleitung hier, stellt nur eine von vielen, aber relativ kostengünstige Variante zur Selbstversorgung dar.

 

Anwendung von Artemisa Salbe

Wichtig: Bitte entnehmen Sie die Salbe nicht mit dem Finger, sondern immer mit einem sauberen Gegenstand (zB. Löffelstiel), damit die Salbe im Tiegel nicht kontaminiert wird und somit länger hält.

 

Auch wenn sich Olivenöl und Bienenwachs relativ stabil verhalten und an sich auch antibiotische Eigenschaften besitzten, arbeiten wir hier mit Naturprodukten, die keine künstlichen Konservierungs- oder anderen Stoffen zur Haltbarmachung enthalten. Daher sind besondere Maßnahmen nötig, um die Haltbarkeit unserer selbstgemachten Creme zu verbessern. In dem Fall beträgt die Haltbarkeit der Salbe bei Raumtemperatur ca. 1-2 Jahre. 

 

Die Artemisia Öl-Bienenwachssalbe kann bei guter Verträglichkeit 1-3 mal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Z.B. bei beginnendem Herpes mehrfach täglich die betroffene Stelle betupfen.

 

Für Fissuren und Schrunden tragen Sie die Salbe über Nacht etwas dicker auf und decken die Stelle mit einem Pflaster ab. Entfernen Sie das Pflaster morgens.

 

Bei Neurodermitis, Hautausschlägen, Psoriasis, Ekzem, Fußpilz, und Akne entnehmen Sie etwas Salbe und massieren diese auf die nasse Haut 3 x tgl. ein. Reduzieren Sie die Anwendung, wenn Besserung eintritt.

 

Stellt sich innerhalb weniger Tage keine Besserung ein, sollte die Anwendung für diese Beschwerde beendet werden. In schwerwiegenden Fällen ist natürlich immer der Rat eines Arztes oder Heilpraktikers einzuholen.

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Im Oderbruch, nur eine Stunde östlich Berlins, finden regelmäßig Workshops zu diversen Gesundheitsthemen statt. Für Weitgereiste besteht auch die Möglichkeit zur Übernachtung.

 

Hier finden Sie unser Programm: 

 

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